Lesetipps und sonstige Tipps für die schulfreie Zeit

Lesetipps und sonstige Tipps für die schulfreie Zeit
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Ein paar Buchtipps nach Altersstufen geordnet findet ihr weiter unten auf dieser Seite. Ihr könnt übrigens auch bei den lokalen Buchhändlern bestellen und sie so unterstützen. Alle bieten einen Lieferservice an und sind telefonisch, über Mailkontakt oder über deren Webseite zu erreichen. 

Internetseiten für Kinder

Die Schulen sind geschlossen. Trotzdem haben wir Lust, zu lernen und mehr zu wissen. Es gibt viele tolle Angebote im Netz. Einige davon findet ihr hier. Auf diesen Seiten gibt es interessante Informationen zu allen möglichen Themen, Lernspiele, Quizaufgaben, Basteltipps, Rezepte, Videos, Materialien zum Sprachenlernen, für NuT, Mathe und vieles mehr. Schaut mal rein!

http://www.ard.de/home/ard/Schule_zuhause/6009188/index.html 
https://www.blinde-kuh.de 
https://www.br.de/kinder/index.html 
https://www.duda.news 
https://www.hanisauland.de 
https://www.kuppelkucker.de/start/ 
https://www.oekoleo.de 
https://www.planet-schule.de 
https://www.zdf.de/kinder/purplus/ 
https://www.zdf.de/wissen/schulersatzprogramm-100.html 

Hörspiele

Es gibt z.B. tägliche Lesestunden im Livestream: NDR und SWR streamen ab 23. März täglich bis einschließlich Freitag immer um 16 Uhr die Lesestunde live auf dieser Seite:
https://www.ndr.de/nachrichten/info/sendungen/mikado/Live-Stream-Autoren-lesen-fuer-Kinder,livegelesen100.html 

Folgende Autorinnen lesen für euch:

Montag: Kirsten Boie
Dienstag: Isabel Abedi
Mittwoch: Franziska Biermann
Donnerstag: Nina Weger
Freitag: Antje von Stemm

Der NDR sendet wegen der Schulschließungen ein Extra-Programm für Kinder!

Dort läuft unter anderem die Hörspielreihe "Gespensterjäger" nach den Büchern von Cornelia Funke. An jedem Werktag gibt es eine Folge live im Radio auf NDR Info Spezial - und jeweils ab 9 Uhr morgens HIER eine Woche lang zum Nachhören.

Buchtipps - Ran an die Bücher!!

Bitte die gewünschte Altersempfehlung auswählen!

Ab ca. 10 Jahren

Suzanne Collins: Gregor und die graue Prophezeiung (Oetinger Verlag; 304 S.; 9 Euro)

Als der elfjährige Gregor seine kleine Schwester vor dem Sturz in den Lüftungsschacht des Wäschekellers bewahren will, kommen ihnen Nebelschwaden entgegen und sie fallen in ein scheinbar endloses Nichts. Sie landen im Unterland, einer Welt unterhalb von New York City. Dort leben fast durchsichtig wirkende Menschen neben riesigen sprechenden Kakerlaken und Fledermäusen, die als Reittiere benutzt werden. Gregor ist fasziniert, aber trotzdem will er nur eins: so schnell wie möglich zurück nach Hause. Es genügt schon, dass sein Vater vor mehr als zwei Jahren spurlos verschwunden ist! Da erfährt Gregor, dass er in einer Prophezeiung vorkommt. Wenn er sich auf sie einlässt, könnte er nicht nur den Unterländern gegen die Ratten helfen, sondern auch seinen Vater finden …
Abenteuer in einem geheimnisvollen Land tief unter der Erde - der erste von fünf "Gregor"-Romanen. Eine unglaublich faszinierende und spannende Abenteuerreihe!

Frida Nilsson: Sasja und das Reich jenseits des Meeres (Gerstenberg; 496 S.; 20 Euro)

Eines Nachts ist Sasjas Mama verschwunden. Der Tod muss sie entführt haben, da ist Sasja sich sicher! Der Junge schnappt sich das kleine Ruderboot des Nachbarn und fährt dem Tod hinterher, folgt ihm bis in sein Reich jenseits des Meeres. Sein Plan, den Tod zu überlisten und seine Mama zurückzuholen, ist kühn. Doch er findet Freunde in diesem ihm seltsam vertrauten und doch so fremden Reich: den gutmütigen Trine Tvefot, die mutige Prinzessin von Sparta und den nachdenklichen Höder von Harpyrien. Und nach einer langen, gefahrvollen und abenteuerlichen Reise steht Sasja tatsächlich dem Tod gegenüber ... Nach dem großen Erfolg von Siri und die Eismeerpiraten hat Frida Nilsson ein neues, fantastisches Abenteuer geschaffen, eine Geschichte über Leben und Tod, Freundschaft und Mut. Die Autorin hat den Luchs des Jahres 2019 dafür erhalten.

Will Gmehling: Freibad (Peter Hammer Verlag; 160 Seiten; 14 Euro)

Weil die Bukowski-Geschwister im Hallenbad ein Kleinkind vorm Ertrinken gerettet haben, sind sie ein paar Tage lang berühmt. Doch toller als der Ruhm ist die Karte fürs Freibad, die sie für ihre Heldentat bekommen: Freier Eintritt in einen langen Sommer, der für alle ein besonderer wird! Ein unvergesslicher Freibadsommer für eine Familie, in der das Geld immer knapp ist.

Jakob Wegelius: Sally Jones – Mord ohne Leiche (Gerstenberg Verlag; 624 S.; 10,99 Euro)

In dem Abenteuerroman mit vielen Illustrationen geht es um einen ungeklärten Mordfall. Bei einem Handgemenge im Hafen von Lissabon stürzt ein Mann ins Wasser. Seine Leiche wird nie gefunden. Doch der finnische Seemann Henry Koskela wird des Mordes angeklagt und zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt. Sally Jones will die Unschuld ihres Freundes beweisen und begibt sich deshalb auf eine abenteuerliche Reise um die halbe Welt. Ein Buch über Freundschaft, Sehnsüchte und Träume - und natürlich ein toller Abenteuerroman.

Anna Woltz: Für immer Alaska (Carlsen Verlag; 176 Seiten; 12 Euro)

Seit Alaska nicht mehr bei ihnen ist, gibt es in Parkers Leben ein riesiges, hundeförmiges Loch. Und das alles nur, weil Parkers kleiner Bruder allergisch gegen Hundehaare ist. Aber es kommt noch schlimmer. Unvermutet sieht Parker Alaska wieder: als Hilfshund für Sven, den gemeinsten Jungen in ihrer neuen Klasse. Bei ihm kann sie Alaska unmöglich lassen! Also schmiedet Parker einen Plan, wie sie den wunderbarsten Hund der Welt zurückholen kann.

I. Ovedie Volden, F. Horstschäfer: Unendlich mal unendlich mal mehr (Thienemann Verlag; 176 Seiten, 12,99 Euro)

Petra liebt gerade Zahlen, denn die lassen sich teilen, ohne sie kaputt zu machen. Sie mag Fußball, ihren Kumpel Chris und ihre beste Freundin Melika. Was sie gar nicht mag, ist Wasser: dieses unkontrollierbare Etwas, das sich in alle möglichen Richtungen bewegt. Doch dann lernt sie Thomas kennen, den Propellerjungen aus dem Schwimmbad. Ihm zuliebe wagt sie sich sogar mit dem Kopf unter Wasser – und plötzlich ergibt alles einen Sinn.

Tamara Bach: Wörter mit L. (Carlsen Verlag; 128 Seiten; 11 Euro)

Auf einmal sind alle verliebt. Paulines beste Freundin Natascha und die blöde Leonie auch. Angeblich sogar Paulines Mutter. Aber das kann Pauline sich nun wirklich nicht vorstellen. Trotzdem benehmen sich plötzlich alle so komisch und streiten sich um nichts und wieder nichts, fast als würden sie nicht mehr dieselbe Sprache sprechen. Aber zum Glück sind da Lukas und sein dreibeiniger Hund. Vielleicht wissen die noch, wie man einfach nur einen Schneemann baut. Eine ganz besondere Geschichte für Mädchen ab 11 über den Wert guter Freunde und über die erste Verliebtheit, über Patchworkfamilien und kleine Brüder.

Ab ca. 12 Jahren

Christelle Dabos: Die Spiegelreisende – Die Verlobten des Winters (Suhrkamp / Insel Verlag; 535 Seiten; 18 Euro)

Am liebsten versteckt sie sich hinter ihrer dicken Brille und einem Schal, der ihr bis zu den Füßen reicht. Dabei ist Ophelia eine ganz besondere junge Frau: Sie kann Gegenstände lesen und durch Spiegel reisen. Auf der Arche Anima lebt sie inmitten ihrer riesigen Familie und kümmert sich hingebungsvoll um das Erbe der Ahnen. Bis ihr eines Tages Unheilvolles verkündet wird: Ophelia soll auf die eisige Arche des Pols ziehen und einen Adligen namens Thorn heiraten. Was hat es mit der Verlobung auf sich? Wer ist der Mann, dem sie von nun an folgen soll? Und warum wurde ausgerechnet sie, das zurückhaltende Mädchen mit der leisen Stimme, auserkoren? Ophelia ahnt nicht, welche tödlichen Intrigen sie auf ihrer Reise erwarten, und macht sich auf den Weg in ihr neues, blitzgefährliches Zuhause.
Eine unvergessliche Heldin, eine atemberaubende Welt von Archen und Familienklans, eine Geschichte, wie sie noch nicht erzählt wurde – Christelle Dabos hat mit ihrer Serie um die Spiegelreisende ein sagenhaftes Universum geschaffen, in dem man ewig verweilen möchte.

Susan Kreller: Elektrische Fische (Carlsen Verlag; 192 Seiten; 15 Euro)

Emma muss mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern von Dublin nach Mecklenburg-Vorpommern ziehen. Sie vermisst Irland, den Atlantik, die irischen Großeltern. Nicht mal die Ostsee kann sie trösten. Emma will nur eins: schleunigst nach Dublin zurückkehren. Levin aus ihrer neuen Klasse, der selbst große Sorgen hat, bietet ihr seine Hilfe an, scheint aber irgendwann gar nicht mehr zu wollen, dass sie wieder fortgeht. Und auch Emma beginnt allmählich an dem Fluchtplan zu zweifeln …

Stefanie Höfler: Tanz der Tiefseequalle (Beltz & Gerstenberg; 189 Seiten; 7,95 Euro als Taschenbuch)

Manchmal ist es diese eine Sekunde, die alles entscheidet: Niko, der ziemlich dick ist und sich oft in Parallelwelten träumt, rettet die schöne Sera vor einer Grapschattacke. Sera fordert Niko daraufhin auf der Klassenfahrt zum Tanzen auf, was verrückt ist und so aufregend anders, wie alles, was in den nächsten Tagen passiert. Vielleicht ist es der Beginn einer Freundschaft von zweien, die gegensätzlicher nicht sein könnten, aber im entscheidenden Moment mutig über ihre Schatten springen. Ausgezeichnet mit dem Luchs des Jahres 2017.

Anna Woltz: Hundert Stunden Nacht (Carlsen Verlag; 256 Seiten; 7,99 Euro)

Die 14-jährige Emilia hat sich die Kreditkarte ihres Vaters geschnappt und einen Flug nach New York gebucht. Sie will einfach nur weg. Ihr Vater, der auch noch der Direktor ihrer Schule ist, hat nämlich peinleiche SMS an eine Mitschülerin geschickt, sodass Emilia als einzigen Ausweg die Flucht sieht. Aber das Apartment, das sie übers Internet gemietet hat, gibt es gar nicht und zu allem Überfluss kündigt sich Wirbelsturm Sandy an. Von Angstattacken geplagt lernt sie zum Glück Seth, Abby und den ziemlich verrückten Jim kennen. Zusammen finden sie Unterschlupf bei Seth und Abby. in SoHo. Inzwischen hat der Sturm die Stadt fest im Griff: das Haus beginnt zu wackeln, dann fällt der Strom aus. Die vier müssen immer enger zusammenrücken, ob sie wollen oder nicht.

Gudrun Skretting: Mein Vater, das Kondom und andere nicht ganz dichte Sachen (Carlsen Verlag; 256 Seiten; 10,99 Euro)

Anton ist klein, bebrillt, hat zwei zu große Ohren und nur ein Haar an einer ganz bestimmten Stelle. Jetzt erfährt er auch noch, dass er das Ergebnis eines Kondomunfalls ist. Das hebt seine Laune kein bisschen. Um seinem Leben doch noch Sinn zu geben, beschließt Anton, eine neue Frau für seinen Vater zu finden. Zusammen mit Ine, der besten Freundin der Welt. Doch wo sollen die zwei jemanden auftun, der sich für einen Klohäuschenvertreter interessiert? Na klar, im örtlichen Strickverein …

Lois Lowry: Hüter der Erinnerung (dtv Verlag; 272 Seiten; 9,95 Euro)

Jonas lebt in einer Welt ohne Not, Schmerz und Risiko. Alles ist perfekt organisiert, niemand muss sich über irgendetwas Sorgen machen, sogar die Berufe werden zugeteilt. Als Jonas Nachfolger des »Hüters der Erinnerung« werden soll, beginnt er eine Ausbildung beim alten Hüter. Und hier erfährt er, welch hohen Preis sie alle für dieses scheinbar problemlose Leben zu zahlen haben. Jonas' Bild von der Gesellschaft, in der er lebt, bekommt immer mehr Risse, bis ihm klar wird, dass er seinen kleinen Pflegebruder Gabriel diesem unmenschlichen System keinesfalls ausliefern möchte. Es bleibt ihm nur die Flucht - ein lebensgefährliches Unterfangen ...

Margaret Peterson Haddix: Schattenkinder (dtv Verlag; 160 Seiten; 8,95 Euro)

Luke ist ein Schattenkind, der dritte Sohn seiner Eltern in einer Gesellschaft, die nur zwei Kinder pro Familie erlaubt. Die Strafen, die auf einen Verstoß gegen das Bevölkerungsgesetz stehen, sind drakonisch: Würde Luke entdeckt, müsste er mit dem Tod rechnen. So ist er gezwungen, sich zu verstecken. Als der Wald um das Haus seiner Familie einer Wohnsiedlung weichen muss, darf er nicht mal mehr nach draußen ans Licht. Er verbringt seine Tage allein in einer dunklen Dachkammer – bis er im Fenster des gegenüberliegenden Hauses das Gesicht eines Mädchens entdeckt; und das, obwohl es in dieser Familie schon zwei Jungen gibt. Die Begegnung mit Jen, die wie er ein Schattenkind ist, eröffnet Luke eine ganz neue Welt. Via Internet hat Jen mit anderen dritten Kindern Kontakt und plant eine Protestkundgebung, mit der sie durchsetzen will, dass die Dritten endlich ein Existenzrecht bekommen. Luke ist beeindruckt von der Tatkraft und der Lebenslust, die Jen aufbringt. Zum ersten Mal im Leben erfährt er, was Freundschaft ist, und beginnt Hoffnung in die Zukunft zu setzen. Aber kann man mit 12 Jahren einem totalitären Regime die Stirn bieten? Hat so eine Revolte auch nur die geringsten Aussichten auf Erfolg? Jen setzt Luke unter Druck, bei der riskanten Aktion mitzumachen. Doch er ist ganz anders aufgewachsen als Jen, ihr Selbstvertrauen fehlt ihm, er kann nicht über seinen Schatten. Als Jen allerdings von der Demonstration nicht zurückkehrt, fasst Luke einen folgenschweren Entschluss ...

Ab ca. 14 Jahren

Fabio Geda: Im Meer schwimmen Krokodile (Knaus; 152 Seiten; 7,99 Euro)

Nachdem Enaiat von seiner Mutter außer Landes geschmuggelt wurde, erwacht er am nächsten Morgen allein. Seine Mutter hat ihn zurückgelassen und er hat nichts als seine Erinnerungen und drei Versprechen, die er ihr gegeben hat: keine Drogen, keine Waffen, niemals stehlen. Um ein besseres Leben in Freiheit zu finden, begibt er sich auf eine lange Reise von Afghanistan aus Richtung Westen. Er durchwandert fünf Länder, reist auf Lastwagen, arbeitet, gerät in gefährliche Situationen. Doch er erreicht sein Ziel, denn "der Wunsch auszuwandern entspringt dem Bedürfnis, frei atmen zu können. Die Hoffnung auf ein besseres Leben ist stärker als alles andere. Fabio Geda erzählt die wahre Geschichte von Enaiat Akbari und lässt den Leser auf einfühlsame Art eines der zigtausend Flüchtlingsschicksale menschlich und unmittelbar miterleben.

Susan Kreller: Schneeriese (Carlsen Verlag; 208 Seiten; 6,99 Euro als Taschenbuch)

Ein Mädchen, das fast gar nicht lispelt. Ein Junge, der wächst und wächst. Stella und Adrian sind zusammen aufgewachsen, mit Märchen in der Hollywoodschaukel und heißem Kakao, und sind die allerbesten Freunde. Bis zu diesem verflixten Tag, an dem Dato in das geheimnisvolle Dreitotenhaus nebenan einzieht: Denn zwischen Dato und Stella entspinnt sich eine zarte Liebesgeschichte. Adrian muss den ersten furchtbaren Liebeskummer überleben – und vielleicht trotzdem schaffen, Stellas Freund zu bleiben.
Eine zurecht preisgekrönte Autorin! Susan Kreller hat für „Schneeriese“ den deutschen Jugendliteraturpreis 2015 gewonnen. Ein wirklich lesenswertes Buch.

Ursula Poznanski: Erebos I und II (Loewe Verlag; 488 S.; 9,95 Euro bzw. 512 S.; 19.95 Euro)

In einer Londoner Schule wird ein Computerspiel herumgereicht – Erebos. Wer es startet, kommt nicht mehr davon los. Dabei sind die Regeln äußerst streng: Jeder hat nur eine Chance. Er darf mit niemandem darüber reden und muss immer allein spielen. Und wer gegen die Regeln verstößt oder seine Aufgaben nicht erfüllt, fliegt raus und kann Erebos auch nicht mehr starten. Erebos lässt Fiktion und Wirklichkeit auf irritierende Weise verschwimmen: Die Aufgaben, die das Spiel stellt, müssen in der realen Welt ausgeführt werden. Auch Nick ist süchtig nach Erebos – bis es ihm befiehlt, einen Menschen umzubringen …

EREBOS IST ZURÜCK … UND HAT DAZUGELERNT – Als Nick auf seinem Smartphone ein vertrautes Icon in Gestalt eines roten E entdeckt, glaubt er zuerst an einen Zufall. Aber dann wird ihm klar: Erebos hat ihn wiedergefunden. Der sechzehnjährige Derek hingegen ist nur kurz misstrauisch, als das rote E auf seinem Handy aufleuchtet. Zu spät begreift er, dass er selbst zu einer Spielfigur geworden ist. Und es um viel mehr geht, als er sich je hätte vorstellen können …

Don Zolidis: Dies ist keine Liebesgeschichte (Dressler Verlag; 368; 20 Euro)

Trennung in 7 Akten: Sie liebt mich ... sie liebt mich nicht ... sie liebt mich ... sie liebt mich nicht ... Wie kann das Beste, das dir je im Leben passiert ist, gleichzeitig das Dämlichste sein? Craig weiß es ziemlich genau. Schließlich trennt sich gerade seine Freundin Amy von ihm. Zum sechsten Mal. Das siebte Mal trennt sich Craig von Amy ... Aber warum sollte auch ausgerechnet er, der absolute Nerd, mit dem beliebtesten Mädchen der Schule zusammen sein? Vielleicht muss man seine große Liebe loslassen, um in ihrem Herzen zu landen. Oder man entwickelt, je erwachsener man wird, ohnehin einen anderen Charakter. Doch will Craig das überhaupt? – Eine rasante, komische und berührende Nicht-Liebesgeschichte. Tiefgründig, unterhaltsam und ungewöhnlich erzählt von Don Zolidis.

David Levithan: Letztendlich sind wir dem Universum egal (S. Fischer; 415 S.; 9,99 Euro)

Jeden Morgen wacht A in einem anderen Körper auf, in einem anderen Leben. Nie weiß er vorher, wer er heute ist. A hat sich an dieses Leben gewöhnt und er hat Regeln aufgestellt: Lass dich niemals zu sehr darauf ein. Falle nicht auf. Hinterlasse keine Spuren. Doch dann verliebt A sich unsterblich in Rhiannon. Mit ihr will er sein Leben verbringen, für sie ist er bereit, alles zu riskieren – aber kann sie jemanden lieben, dessen Schicksal es ist, jeden Tag ein anderer zu sein?
Wie wäre das, nur man selbst zu sein, ohne einem bestimmten Geschlecht oder einer bestimmten Familie anzugehören, ohne sich an irgendetwas orientieren zu können? Und wäre es möglich, sich in einen Menschen zu verlieben, der jeden Tag ein anderer ist? Könnte man tatsächlich jemanden lieben, der körperlich so gestaltlos, in seinem Innersten aber zugleich so beständig ist? Der Roman war für den deutschen Jugendliteraturpreis 2015 nominiert. Inzwischen ist auch der gleichnamige Film erschienen.

Antja Herden: Keine Halben Sachen (Beltz & Gerstenberg; 135 Seiten; 12,95 Euro)

Robin, 15, ist pubertär, einsam und gelangweilt, als er Leo trifft, der so cool und selbstsicher ist, wie es Robin gern wäre. Leo verführt ihn zum Rauchen, Kiffen, Saufen. Sie lernen Anna und Karla kennen. Und durch Karla erfährt Robin, was ein richtiger Rausch ist, körperlich und geistig. Während Leo unverändert gelassen bleibt, stürzt Robin ab. Robin erzählt die Geschichte seines Absturzes, direkt, schonungslos. Er teilt Leo alle seine Ängste und Hoffnungen mit. Erst am Ende wird er merken, dass das noch lange nicht alles war, dass seine Realität eine andere ist. Und, dass Leo vielleicht gar nicht so über den Dingen steht, wie Robin glaubt.

Peer Martin: Was kann einer schon tun? (Oetinger Verlag; 112 Seiten; 8,99 Euro)

Nicht wegschauen! Lesen! Handeln! Vor dem Hintergrund der Terroranschläge in Nizza, Istanbul und Berlin führt Peer Martin vier fiktive Gespräche an vier verschiedenen Orten. Er spricht mit seinem Hund Lola, seinen drei Kindern, einem jungen somalischen Flüchtling und einer deutschen Jugendlichen. Es geht dabei um all die Fragen, die viele von uns derzeit umtreiben, und um diese: Welche Perspektiven haben Jugendliche angesichts dessen, was ihnen die Generation vor ihnen hinterlassen wird?
Ein hochaktueller, ebenso politischer wie poetischer Appell von Peer Martin, Preisträger des Deutschen Jugend-literaturpreises 2016.