Das Riedberger Horn und seine Besonderheiten

Das Riedberger Horn und seine Besonderheiten

Das Riedberger Horn ist ein Grasberg, der sich in den Allgäuer Alpen zwischen den Gemeinden Obermaiselstein und Balderschwang im bayerischen Landkreis Oberallgäu befindet. Mit einer Höhe von 1787 Metern ist es der höchste Berg der Hörnergruppe. Dies ist eine Gipfelgruppe, welche sich im Naturpark Nagelfluhkette in den Allgäuer Alpen befindet.

Der Berg besteht vorwiegend aus Flysch. Dies ist ein Gestein, das aus Schichten von Ton- und Sandsteinen besteht. Es verwittert leicht und neigt zu Fließbewegungen. Darauf lässt sich die sanfte, mit Gras bewachsende Hügellandschaft zurückführen.

Das Riedberger Horn bildet einen Lebensraum für viele seltene Tierarten, von denen einige auf der Roten Liste gefährdeter Arten vorkommen. Besonders beeindruckend ist das große Birkhuhn-Vorkommen, welches zu den wichtigsten Deutschlands gehört. Es befinden sich einige der letzten intakten Lebensräume dieser vom Aussterben bedrohten Art am Riedberger Horn. Doch nicht nur Tiere können an diesem Berg bestaunt werden, sondern auch eine Vielzahl von verschiedenen Pflanzen. Neben artenreichen Bergwäldern und Moorgebieten sind große Flächen mit der rostroten Alpenrose bedeckt. Darüber hinaus verschönern noch viele weitere Pflanzenarten die Landschaft rund um das Riedberger Horn. Deswegen ist das Riedberger Horn auch Teil der striktesten Schutzzone des Alpenplans, der Schutzzone C. Dies bedeutet, dass keine neuen Verkehrserschließungen in diesem Gebiet erlaubt sind.

Das Riedberger Horn ist auf sanften Tourismus ausgerichtet. Diese nachhaltige und ursprüngliche Form des Tourismus soll die Natur möglichst wenig beeinflussen, damit sie nicht zu Schaden kommt und die biologische Vielfalt erhalten bleibt. Trotzdem soll ein intensives Erleben der Landschaft gewährleistet werden. Im Winter ist der Berg besonders bei Skitourengängern und Schneeschuhwanderern beliebt, im Sommer dient er als Ruhe-Oase für Naturfreunde und Wanderer. Um die atemberaubende Aussicht vom Gipfel genießen zu können ist nicht zwangsläufig Bergsporterfahrung nötig. Es gibt sowohl mehrstündige Routen, als auch einfache, kurze Touren, die beispielsweise vom Parkplatz Grasgehrenhütte gestartet werden können. Dafür benötigt man nur eine Stunde.